Pimp my DiskStation (Teil I)

Wie ihr neulich lesen konntet bin ich Besitzer einer Synology Diskstation 107+. Mittlerweile läuft mein Gerät schon fast 3 Monate, also wirds Zeit für nen kleinen Erfahrungsbericht. Im letzten Beitrag hatte ich ja bereits erwähnt das auf dem Gerät ein kleines Linux läuft, was uns also viele Möglichkeiten bietet das Gerät etwas zu "erweitern". Damit das Erweitern nicht allzu kompliziert ist kann man zum installieren von Paketen den IPKG Package Manager nutzen. Dieser ist aber nicht von Haus aus dabei und sollte deshalb zuerst installiert werden. Hierzu nutzt man einfach das entsprechende Bootstrap-Script. Diese Information und viele weitere nützliche Tips rund um die Synology Geräte findet man im synology-forum und im synology-wiki. Als erstes Programm habe ich dann den allseits bekannten "MidnightCommander" und den Text-Editor "Nano" installiert. Jetzt kann man damit auch prima an der Konsole arbeiten. Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Tools die sich problemlos nachinstallieren lassen, aber das könnt ihr selbst nachlesen. Hier mal einige Wehrmutstropfen die mir so aufgefallen sind: Das Gerät ist dafür ausgelegt hochkant zu stehen. Leider neigt mein Gerät in dieser Position dazu laut zu schnarren. Scheinbar ist das Plastikgehäuse aufgrund suboptimaler Verarbeitung dabei stärkeren Vibrationen ausgesetzt. Lösung: Gerät einfach hinlegen, dann wars bei mir sofort flüsterleise. Das mitgelieferte Tool "Redirector", was Downloads vom lokalen Rechner an die Box übergeben soll funktionierte leider anfangs nicht. Das Tool fand zwar die Box, aber beim Verbindungsaufbau gabs immer eine Fehlermeldung. Dieses Problem hat sich aber mit der Installation der neusten Version erledigt. Dann hatte ich noch ein Problem, dass für die meisten Leute wahrscheinlich kein Problem sein dürfte, aber ich fands halt etwas unglücklich 😉 Undzwar läuft die Admin-Weboberfläche auf einer seperaten Webserver-Instanz auf Port 5000(HTTP) bzw. 5001(HTTPS). Wer nur im Heimnetzwerk darauf zugreifen will wird sich an dieser Tatsache nicht weiter stören. Wer von ausserhalb zugreifen will muss sehr wahrscheinlich am heimischen Router vorbei.  Hier genügt es den Port 5000 bzw. 5001 einfach weiterzuleiten auf die interne Adresse der DS und man kann problemlos drauf. Wer allerdings hinter einem Proxyserver sitzt, der den externen Zugriff auf Port 5000 sperrt, schaut hier allerdings in die Röhre. Obendrein unterstützt mein Router kein Port-Mapping was diese Situation noch zusätzlich erschwert. Die Lösung heisst in diesem Fall einfach "Ports des Admin-Webservers ändern". Hierbei gilt es zu beachten das Port 443 ursprünglich für den User-Webserver vorgesehen war. Da jetzt der Adminbereich darauf laufen soll muss der Port 443 vom User-Webserver umziehen auf 8443, damits keine Konflikte gibt. 1. Dienste stoppen /usr/syno/etc.defaults/rc.d/sh S97apache-sys.sh stop /usr/syno/etc.defaults/rc.d/sh S97apache-user.sh stop 2. Config files ändern Pfad: /usr/syno/apache/conf/extra "httpd-ssl.conf-sys" öffnen und beide Vorkommen von "5001" mit "443" ersetzen "httpd-ssl.conf-user" öffnen und beide Vorkommen von "443" mit "8443" ersetzen 3. Dienste wieder starten /usr/syno/etc.defaults/rc.d/sh S97apache-sys.sh start /usr/syno/etc.defaults/rc.d/sh S97apache-user.sh start Fertig! Last but not least wollte ich noch sagen das mein Canon IP4200 Tintenstrahldrucker problemlos am eingebauten Printserver läuft.