Die Sommerzeit…

... ist seit dem Wochenende wieder mal angesagt und wieder fragt man sich nach dem Sinn der Zeitumstellung. Mal abgesehen von den kleineren Problemen wie dem, dass man so manche Uhr noch von Hand verstellen muss, ist mir gestern Abend ein deutlich gravierenderes Problem aufgefallen. Obwohl ich nun schon so viele Jahre mit Windows-Betriebssystemen zu tun habe und damit arbeite war mir eine Tatsache bis gestern Abend nicht bewusst: Und zwar das das NTFS-Dateisystem bei der Zeitumstellung den "letzte Änderung"-Zeitstempel von Dateien "korrigiert". Beispiel "Winterzeit zur Sommerzeit": Vor der Umstellung hatte eine Datei als letzte Änderungszeit 15:10 Uhr und danach dann 16:10 Uhr. Festgestellt habe ich das ganze nur, weil ich hier einen Ordner auf einem Windows-Rechner mit meiner Synology Diskstation (DS) synchronisierem wollte, welche ja mit einem EXT3-Dateisystem arbeitet, welches die  Zeitstempel nicht verändert hat. Da nun plötzlich alle Dateien auf dem Windows-PCs "neuer" waren als die auf der DS wollte er spontan den ganzen Ordner auf der DS überbügeln. Also im ersten Moment war ich doch etwas schockiert von diesem NTFS-Verhalten, denn das kann ganz schön ins Auge gehen wenn man zwischenzeitlich auf der DS Daten geändert hat. Zugegeben, die Wahrscheinlichkeit, dass da größerer Schaden entsteht, ist bei nur einer Stunde Zeitversatz und selten benutzten Dateien relativ gering, aber bedenklich finde ich das trotzdem, das da einfach automatisch Zeitstempel von Dateien geändert werden. Dieses Sync-Problem kann man übrigens mit robocopy und seiner eingebauten "DST"-Option umgehen. Schaut also das nächstes mal lieber etwas genauer hin bevor ihr eine Synchronisierung von NTFS auf ein anderes Dateisystem macht 😉