NAS – QNAP TAS-168

Ich bin auf der Suche nach einem einfachen NAS mit sehr guter Netzwerkperformance. Bei einer Gigabit-Verbindung sind theoretisch 125 Megabyte (MB)/s möglich und ich möchte eigentlich schon zwischen 80 und 100 MB/s ankommen. Als ersten Testkandidaten habe ich mir mal ein QNAP TAS-168 bestellt.
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So sieht das QNAP TAS-168 von innen aus
Um sicher zu gehen, dass die Geschwindigkeitsmessung nicht durch zu lahme Festplatten verfälscht wird, habe ich testweise eine SSD ins NAS gesteckt und kopiere über einen Gigabit Switch von einem Notebook welches ebenfalls mit einer SSD  läuft. Die SSDs machen laut der letzten Messung ca. 500 MB/s, die sollten also keinen Flaschenhals darstellen. Ums kurz zu machen, nach verschiedenenen großen Testdateien finde ich das Ergebnis etwas enttäuschend. Nur knapp 50 MB/s in der Spitze und im Durchschnitt eher nur 35-40 MB/s. Da ist (hoffentlich) noch deutlich Luft nach oben...qnap_perf Weder CPU noch RAM hatten ernsthaft was zu tun bei der Kopieroperation, also ist das hier scheinbar auch kein limitierender Faktor bei dem Gerät.
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QNAP Ressourcenmonitor
Sehr schade! Ich fand die Kombination aus NAS und Medien-Abspielgerät (mit HDMI Ausgang) wirklich nett, aber diese Netzwerkperformance überzeugt micht nicht. Und by the way: Wer hat sich eigentlich diese extrem lauten PIEP-Geräusche ausgedacht, die dieses Gerät von sich gibt?!?! Ich hab ja nichts gegen ein kurzes Status-Beep beim hochfahren, aber das Teil piept mehrere Sekunden und dann auch noch gefühlt lauter als meine Feuermelder...

Maxdome getestet

Nachdem ich nun schon viel Werbung von Maxdome gesehen habe und nie Lust habe zur Videothek zufahren habe ich mich einfach mal für da registriert um das VideoOnDemand Angebot zu testen. Derzeit kann man da das sogenannte "Moviepaket" einen Monat lang gratis testen das normalerweise 5 Tacken im Monat kostet und das hab ich gleich mal mitbestellt, auch wenn man da noch nicht weiss was da genau enthalten ist. Ein schaler Beigeschmack kam gleich bei der Registrierung auf, weil ich gleich Kontodaten hinterlegen musste, obwohl ich erstmal nur nen Gratismonat buchen wollte. Sowas mag ich garnicht. Da ich einen Mediacenter-PC mein Eigen nenne brauchte ich keine zusätzliche Hardware. Man muss einfach nur das Maxdome-MediaCenter Plugin runterladen und installieren. Anschließend findet man die Anwendung dann im Menü unter "Extras" wieder. Beim ersten Login will die Anwendung die Logindaten vom Account haben und dann zeigt sich erstmals das etwas unübersichtliche Menü. Nach dem ich mich dann so 5 Minuten im Maxdome-Menü durch die Gegend navigiert habe ums kennenzulernen wollte ich natürlich wissen "Welche Filme sind denn nun alle in meinem "Movie-Paket" enhalten, die ich jetzt kostenlos angucken kann?". Nach einigem Suchen musste ich leider sehr überrascht feststellen das es keinerlei Sortier/Filterfunktion gibt mit der man bestimmte Angebote rausfiltern kann. Es gibt zwar eine Suche mit der man nach bestimmten Filmen suchen kann, aber es gibt keine Möglichtkeit nach Paketzugehörigkeit zu gruppieren. Da war ich dann erstmal echt angenervt. Man hat lediglich die Cover-Ansicht der Filme vor sich und erst wenn man auf den Film direkt drauf geht um die Details dazu zu lesen sieht man ob der Film in einem bestimmten Paket drin ist oder nicht. Ganz großes Kino sag ich da. Man muss da tatsächlich jeden Film anklicken und in die Details gucken um rauszufinden ob der für einen kostenlos ist oder nicht. Das kann ganz schön nervig werden wenn man sich durch tausende Filme klicken muss weil man ja nicht immer genau vorher weiß was man gucken will. Auch auf der Maxdome-Webseite kann man nicht rausfinden welcher Film in welchem Paket steckt, echt armselig muss ich sagen. Na jedenfalls habe ich mich dann durch allerhand Cover durchgeklickt und hin und wieder trifft man sogar mal auf nen Film der in seinem Paket ist. Die Auswahl ist allerdings relativ bescheiden und da war kaum ein Film bei der mich irgendwie begeistert hat, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Als wir dann endlich nen Film gefunden haben der im Paket war und den wir auch sehen wollten konnte es endlich losgehen. Nachdem ich den Film ausgewählt hatte musste ich noch per Klick bestätigen das ich über 16 Jahre alt bin. Sowas ist echt lächerlich, das können die sich echt sparen. Der Film startete jedenfalls sofort und es gab auch keinerlei Unterbrechungen oder Störungen während der Wiedergabe. Die Bildqualität war absolut ok, aber wir haben noch nen altmodischen Röhrenfernseher, daher sind wir da kein Maßstab 😉 Hinweis zu Moviepaket: Das Paket läuft nach dem Gratismonat als Jahresabo weiter und kann nur in den ersten 4 Wochen telefonisch gekündigt werden, daher aufpassen! Hier sei noch erwähnt das das Paket SOFORT nach dem Kündigungsanruf deaktiviert wird. Ich habe da schon nach 2 Wochen angerufen ums nicht zu vergessen weil ich dachte das ich trotzdem die 4 Wochen habe, dem ist aber nicht so! Das Paket ist sofort weg, super Sache Maxdome. Es gibt hier noch deutlich mehr Pakete zur Auswahl die man als Abo buchen kann. Ob sich das für einen lohnt muss jeder für sich abwägen, aber für unsere Zwecke lohnt so ein Abo nicht. Wir leihen nur recht sporadisch mal Filme und dann nehmen wir eh meist irgendwas Aktuelles was dann sehr wahrscheinlich gerade nicht in dem Paket drin ist, das man gebucht hat. Das rechtfertigt die Kosten von 15 Euro im Monat für das Premium Paket nicht, da bleib ich lieber beim Einzelabruf. Also kurz gesagt: Technisch funktioniert das ganze gut, die Bedienung und die Preise sind allerdings ausbaufähig.

BASTA!Spring 2010 – Mein Fazit

Auch dieses Jahr war ich wieder Teilnehmer der Frühjahrausgabe der Konferenz für .NET Entwickler BASTA!. Hinter mir liegen 4 Tage voller teils sehr interessanter und unterhaltsamer Vorträge aus allen Bereichen der .NET-Welt. Hier mal ein paar Dinge die ich dazugelernt habe: Das Keyword "var" wurde nicht etwa nur erfunden damit man nicht mehr explizit den Typ einer Variablen angeben muss, sondern um Anonyme Typen darstellen zu können. Das war mir bisher irgendwie entgangen 😉 IPhone Anwendungen muss man nicht in Objective C schreiben, es geht auch in C#. Mit der Hilfe eines Apple Rechners, der Entwicklungsumgebung MonoDevelop (kostenlos) und einer MonoTouch Lizenz (400€) kann man eine C# Anwendung zu einer IPhone App kompilieren. Dazu gabs eine schöne Live-Demo, sah relativ einfach aus. Debugger Habt ihr im Visual Studio 2008 schon mal mit der rechten Maustaste auf einen Breakpoint geklickt? Ich leider nicht, daher sind mir einige sehr hilfreiche Funktionen bisher entgangen... Zum Beispiel kann man hier eine "Bedingung" festlegen die erfüllt sein muss, damit der Debugger die Anwendung anhält. Die "Trefferanzahl" ermöglicht es einem festzulegen, dass der Debugger beispielsweise erst beim 5. Erreichen des Breakpoints das Program anhält und nicht jedesmal! Mit "Bei Treffer" kann dem Breakpoint ein Makro hinterlegt werden, dass bei Erreichen ausgeführt wird. Das neue Visual Studio 2010 kommt allerdings mit einem Hammer-Feature daher, und das heisst "Rückwärts-Debugger". Man kann nun endlich im Programmablauf in der Zeit zurückspringen und sich jeden Zustand anschauen den man will. Leider wird dieses "IntelliTrace" nur in der teuersten Ultimate Version enthalten sein die ca. 2 Scheine kosten wird. TFS 2010 ist die neuste Version vom Team Foundation Server und dieser soll sich  im Gegensatz zu seinem Vorgänger sehr einfach (in ca. 20 Minuten) in Betrieb nehmen lassen und man braucht kein Server-Betriebsystem mehr dazu. Das hier integrierte Code-Versions-Verwaltungssystem ist der Nachfolger vom bisherigen "SourceSafe" und bietet auch sehr kleinen Teams sehr gute Kontrolle über gemeinsame Projekte. TFS enthält auch einen Issue bzw. Bug-Tracker und man kann WorkItems verwalten. Damit lässt sich quasi der komplette Lebenszyklus einer Anwendung abbilden. Sehr schönes Teil wie ich finde. Besitzer einer MSDN-Subscription bekommen das Teil mit einer 5 Benutzer Lizenz wohl schon recht günstig. Das MVVM Pattern (Model-Viev-ViewModel) ist ein Design Pattern, dass häufig bei WPF/Silverlight Projekten zum Einsatz kommt. Hierzu gibt es einen sehr schönen Beitrag auf Codeprojekt von Rainer Stropek wo gezeigt wird, wie das Entwurfsmuster angewendet wird und wie man damit eine wiederverwendbare Codebasis schaffen kann, die sowohl für WPF als auch für Silverlight Projekte gleichermaßen einsetzbar ist. An dieser Stelle möchte ich auch mal ein richtig dickes Lob an Rainer Stropek rausschicken. Er hat während der BASTA mehrere sehr gute und vorallem praxisnahe, Vorträge gehalten die mich wirklich weiter gebracht haben. Danke dafür, weiter so! IronPython ermöglicht die direkte Nutzung der sehr mächtigen Skriptsprache Python aus .NET Assemblies heraus. Hier gabs ein schönes Praxisbeispiel zu sehen in Verbindung mit dem HTML/XML Parser BeautifulSoup für Python, welcher einfaches ScreenScraping ermöglicht. Ist auf jeden Fall einen Blick wert! CodeContracts bieten eine sehr schöne Möglichkeit um Validierungslogik zu implementieren. Anstatt viele If-Anweisungen oder try/catch Blöcke in die Ablauflogik zu packen kann man beispielsweise mit dem Attribut  "Contract.Reqire(...)" über einer Methode oder einem Property eine entsprechende Gültigkeitsbedingung festlegen. Das sieht nicht nur sauberer aus, sondern ist auch deutlich besser testbar. Ist auf jedenfall empfehlenswert, wenn man sehr viele Gültigkeitsbedingungen abzuprüfen hat. RhinoMocks und MOQ sind zwei gute Mocking-Frameworks um Objekte bzw, Verhalten zu "simulieren". Es geht darum Code testbar zu machen in dem Abhägigkeiten "gemockt" werden. Das Ziel ist es, dass ein Testfall nur maximal EINEN Grund haben darf um zu scheitern und nicht mehrere. Sobald aber mein Testfall eine Abhägigkeit hat wie z.B. ein Zugriff auf eine Datenbankverbindung oder einen Webservice habe ich mehrere potentielle Fehlerfälle zu betrachten. Hier springen die Mockobjekte in die Bresche, mit denen man bestimmte Dienste, Rückgabewerte oder Abläufe simulieren kann, obwohl diese evtl. nicht erreichbar bzw. noch garnicht implementiert sind. Damit ist man in der Lage einzelne Dinge zu testen ohne auf die Abhängigkeiten eingehen zu müssen. Zum Thema "Geschwindigkeitsoptimierung" von Anwendungen gab es auch einen schönen Vortrag zu hören in dem auf Möglichkeiten eingegangen wurde, wie man seine Anwendung schneller machen kann. Das betrifft vorallem Anwendungen die viel rechnen müssen bzw, die sehr komplexe Algorithmen durchlaufen. Beispielweise ist die Verwendung von "struct" deutlich besser für die Performance einer Anwendung als bei der Nutzung einer Klasse und Methodenaufrufe in flachen Objekten sind deutlich schneller als bei Objekten die ein Interface implementieren bzw. die von einer Klasse erben. Um Performance von Anwendungen zu messen sollte man dotTrace von jetbrains verwenden. Das ist mit Sicherheit besser als jeglicher handgestrickter Kram. Sehr unterhaltsam war der Vortrag "Why software sucks" von David Platt. Der Mann ist Amerikaner und ein echter Entertainer! Er hat auf sehr amüsante Weise ausgesprochen, was die meisten Entwickler eigentlich nicht hören wollen: "Kein Schwein interessiert sich für deine Software". Leider hat er damit sehr recht, denn Anwender nutzen Software um ihre Arbeit zu erledigen und sonst für nichts. Es interessiert wirklich keinen Anwender wie Software gemacht ist und was alles für spannende Technologien drin verbaut wurden. Es geht dem Benutzer nur darum seine Arbeit zu erledigen bzw. einen Zustand der Zufriedenheit herzustellen. Deshalb sollten alle Entwickler immer darauf achten das Software einfach zu benutzen ist und möglichst kein Handbuch notwendig ist um sie zu verstehen. Es sollten nur Dinge implementiert werden die wirklich gebraucht werden. Maximale Flexibilität in einer Anwendung heisst oft leider auch zu viele unübersichtliche Features die oft eher zu Frustration des Benutzers führen als zur Zufriedenheit.
Don't let your software suck! Make it just work!
So, das soll reichen. Neben den vielen Informationen gabs natürlich auch wieder sehr gutes Essen! Daher möchte ich noch den Veranstalter loben, insbesondere die Küchencrew vom Maritim Hotel in Darmstadt. Das war mal wieder eine Schlemmerwoche vom Allerfeinsten, Super Leistung 😀 Na dann hoffentlich bis nächstes Jahr...

SAP/ABAP…

... war das Thema, welches mir und meinen Kollegen an den letzten beiden Wochenenden auf einem Lehrgang näher gebracht wurde. Wir waren dazu in einem Trainigszentrum der Schöll AG in Berlin Schöneberg. Zum Veranstalter kann ich nur positives sagen. Die Schöll bietet ein sehr umfangreiches Seminarprogramm an, welches hauptsächlich von Dozenten externer Firmen durchgeführt wird. Wir fanden eine sehr angenehme Atmosphäre in nagelneuen Seminarräumen vor. Alles ist sehr gepflegt und die Verpflegung kann sich sehen lassen. An jedem Seminartag sind belegte Brötchen, guter Kaffe, kleine Snacks und ein Mittagessen bei einem netten Italiener um die Ecke im Seminarpreis enthalten. Gut, das kann man bei dem Preis eigentlich auch erwarten 😉 Das Ziel unseres Kurses, welcher sich im SAP Umfeld "BC400" nennt, waren die Grundlagen im Umgang mit der "SAP Workbench", der integrierten Entwicklungsumgebung und deren Programmiersprache ABAP (4.0), zu erlernen. Diese Entwicklungswerkzeuge sind in jedem SAP System standardmäßig vorhanden und ermöglichen den SAP Kunden die Anpassung/Erweiterung des im eigenen Hause eingesetzten SAP-Umgebung. Unser Dozent war ein "alter Hase", welcher hauptberuflich als SAP-Berater sein Geld verdient und uns wirklich sehr gut die Vorzüge und Tücken dieser Umgebung vermitteln konnte. Da ich bis dato fast nichts mit dem firmeneigenen SAP-System zu tun hatte, war ich schon gespannt was mich da so erwarten würde. Hier mal einige Dinge, die ich aus diesem Seminar mitgenommen habe bzw. die mir angenehm/unangenehm aufgefallen sind. Ein Standard SAP-System kann auf 5 verschiedenen Datenbanktypen betrieben werden und hat sage und schreibe über 30000 Tabellen. Ja, ihr habt richtig gelesen, dreißigtausend! Wie oben schön erwähnt ist die Entwicklungsumgebung vollständig in das System integriert, man benötigt zur Erweiterung bzw. Umgestaltung keinerlei extra Tools. Alles was wir an Übungsaufgaben gemacht haben fand direkt im System statt. Um im System programmieren zu können braucht man die Berechtigung und einen "Entwicklerschlüssel", den man extra beantragen muss. Einer ist aber zu jedem System standardmäßig dabei. Man kann nicht nur vorhandene Tabellen abfragen, man kann auch eigene erstellen. Es ist auch ein Formular-Editor enthalten mit dem man beliebige Masken entwerfen und in das System integrieren kann. Die Funktionalität ist zwar nicht mit dem Designer von einem Visual Studio vergleichbar, aber ausreichend. Was sehr negativ auffällt ist allerdings die Bedienung. Das gilt sowohl für den Designer als auch für den Programmiereditor. Ich bin fast geneigt das Ding Steinzeit-Editor zu nennen. Also hier liegen wirklich Galaxien zu einem Visual Studio dazwischen. Dinge wie Autovervollständigung, Syntax Highlighting, Refactoring, Smart-Tags u.s.w. sucht man hier vergebens. Jedes einfache Notepad bietet mehr Komfort als der ABAP Editor. Ich als C#/VisualStudio verwöhnter Entwickler hatte teils arge Probleme mich mit dem geringen Funktionsumfang abzufinden. Also ein größeres Projekt wünsche ich niemanden an den Hals, wenn man eine solche Umgebung benutzen muss. Die einziege Formatierungsmöglichkeit war der sogenannte "Pretty Printer", welcher auf Tastendruck die Keywords gross schreibt und den Code etwas "einrückt", aber das war auch schon alles. Die Sprache ABAP war ich etwas gewöhnungsbedürftig. Ich empfand es als sehr grausam vollständig OHNE Klammern auskommen zu müssen und eine Zeile mit einem Punkt zu beenden. Besonders klever war man hier bei der Auswahl des Operators für ein Komma. Das ist nämlich auch ein Punkt. Das hat zur Folge das man eine Dezimalzahl in einfache Anführungsstriche setzen muss, genau wie eine Zeichenfolge => '5.30', SUPER! Positiv war, das in ABAP der Datenbankzugriff vollständig integriert ist. Es Bedarf keiner zusätzlichen Anweisungen zum Verbindungsaufbau oder sonstigem was man so von "normalen" Programmiersprachen her kennt. Man kann beispielsweise einfach direkt per "select * from flugdaten into var" sich eine Tabelle in eine Variable ziehen. Die Tabelle 'flugdaten' ist dem Editor bereits bekannt und man kann per Doppelklick auf das Wort direkt aus dem Code heraus zu dieser Tabelle springen. Das war schon recht praktisch und überraschte mich dann doch, wo der Editor doch sonst zu nichts zu gebrauchen war 😉 Nun gut, ich könnte noch tausend weitere Auffälligkeiten nennen, aber das soll hier reichen. Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung und durchaus lehrreich. Ich weiss jetzt jedenfalls, dass die bei SAP auch nur mit Wasser kochen und das ich sowas nicht unbedingt hauptberuflich machen will. Diese Tools sind sehr pragmatisch gestrickt und darstellungsorientiert. Man kann mit relativ wenig Aufwand viele Daten aus dem System ziehen und aufbereiten und mehr "will" man damit auch nicht unbedingt machen... Mein Fazit: Ist eher was für Wirtschaftsinformatiker 😉    *duckundwech*

Mein neues Spielzeug…

... heisst Synology DiskStation 107+. Hierbei handelt es sich um ein Network Attached Storage. Was das Ding alles genau kann ist hier nachzulesen. Nach nun ca. 2 Wochen Betrieb kann ich nur eins dazu sagen: GENIAL, das Teil rockt! Es ist allerdings schon fast eine Beleidigung die Box nur als "Storage" zu bezeichnen, denn sie kann deutlich mehr als das. Es dient mir allerdings hauptsächlich als Backuplösung für unsere wichtigen Daten. Die Admin-Oberfläche ist das Beste, was ich bisher bei Routern, und ähnlichen Kisten gesehen habe. Alle Dienste die ich bisher probiert habe, also FTP, WebStation, FileStation, PhotoStation, ITunes-Server und SSH funktionieren tadellos und die Performance kann sich wirklich sehen lassen. Es ging mir beim aussuchen des Gerätes vorallem um geringe Lautstärke und Stromsparfähigkeiten. Der Lüfter ist flüsterleise, eigentlich kaum wahrnehmbar. Den Stromverbrauch hab ich noch nicht nachgemessen, er ist mit 19 Watt unter Last angegeben. Also selbst wenns 25 Watt sind kann ich damit leben 😉 Auf dem Gerät läuft ein schmales Linux namens BusyBox, was es ermöglicht dort diverse Dinge selbst zu installieren bzw. umzukonfigurieren, aber dazu mehr im nächsten Beitrag... Das Gerät hab ich mit eingebauter 750er Platte bei XTIVATE erstanden und bekommt von mir eine klare Kaufempfehlung!

Wenn einer eine Reise tut…

... dann kann er was erleben. So, oder so ähnlich geht ein altes Sprichwort das sich immer wieder bewahrheitet. Da ich mich mal wieder auf Dienstreise begeben sollte, und mir die Art der Anreise meistens freigestellt ist, habe ich mich diesmal für den Nachtzug der deutschen Bahn entschieden. Warum ich sowas mache? Weil ich erstens keine Lust hatte auf 6h Auto fahren und zweitens noch nie mit einem Nachtzug gefahren bin. In diesem Zug hat man 3 Möglichkeiten des übernachtens. Da wäre zunächst der ganz normale verstellbare Sitz und dann gibt es die beiden Liegevarianten "Kajütenwagen" und der exorbitant teure "Schlafwagen". Ich hatte den Kajütenwagen gebucht, weil der Schlafwagen so teuer ist, dass man dann den Verzicht auf einen Flug oder einen Mietwagen, wohlgemerkt für eine ganze Woche, bei der FiBu nicht mehr sachlich begründen kann 😉 Na jedenfalls sind in einem Kajütenwagen ca. ein Dutzend Kabinen in denen jeweils 2 Personen übereinander platz finden. Das heisst oben liegt man auf einer wirklich sehr schmalen Liege und darunter befinden sich 2 normale Sitze die sich gegenüberstehen und die zu einer Liegefläche zusammengeschoben werden können. Dazu gesellen sich noch ein paar Schließfächer an der Seite, wo man seine Wertsachen verstauen kann. Ich hatte den unteren Teil, also die 2 zusammengeschobenen Sitzflächen als Schlafplatz plus ein Bettlaken, ein wirklich lächerlich kleines schmales Kissen und eine einfache Couch-Decke zum kuscheln, Prima! Also um auf den Punkt zu kommen, es war nicht gerade angenehm. Die Liegefläche ist nicht eben und viel zu kurz; und ich bin mit 1,78 nicht gerade gr0ß. Das rattern der Räder stört schon ganz schön und die ständigen Kurven und Ruckler wecken einen leider recht häufig auf. Also ich war zwar streckenweise abwesend, aber bestimmt stündlich wach und richtig schlafen würde ich das auch nicht nennen. Jetzt weiss ich jedenfalls genau was es bedeutet wenn jemand sagt er sei "gerädert"... Leider hatte ich an diesem Tag dann ein langes Seminar, was durch diese Fahrt im Rücken nicht gerade einfach zu überstehen war. Na jedenfalls kann ich das Ãœbernachten im Kajütenwagen nicht unbedingt empfehlen und das nächste mal fahre ich wieder tagsüber oder ich fliege. Was nützt es einem, wenn man zwar die Reisezeit effektiver nutzen kann, man aber dafür am Folgetag zu nichts zu gebrauchen ist. Ach ja, den Vogel hat dann früh der Schaffner noch abgeschossen, als er für den Kaffee 2,70 Euro haben wollte. Das bei den Ticketpreisen in einem Nachtzug kein "Guten Morgen Kaffee" inklusive ist, ist eine Frechheit und wieder mal typisch für die Servicewüste Deutschland! Auf den Kaffee hab ich jedenfalls verzichtet...

Validierung computergestützter Systeme…

... nennt sich ein Seminar der Firma Concept Heidelberg, das ich letzte Woche in der gleichnamigen Stadt besucht habe. Hintergrund: Wenn man, wie ich, in der Medizintechnik-Branche arbeitet sollte man in der Lage sein alle seine Dokumente und sonstigen Unterlagen in einer Art und Weise zu erstellen, dass sie verschiedenen Richtlinien entsprechen, wie zum Beispiel dem Regelwerk "Good Automated Manufacturing Pratice (GAMP)". Bei dieser Veranstaltung habe ich gelernt was ich alles beachten muss damit meine Dokumente einer Prüfung durch einen unabhängigen Inspektor standhalten. Solche Inspektionen sind beispielsweise in der Pharma-Branche üblich, da sichergestellt werden muss, dass die Hersteller solcher Produkte auch professionell arbeiten und alle Teile einer Produktion auch tatsächlich das machen wofür sie spezifiziert wurden. Kurz gesagt, es geht einfach darum das alle kritischen Prozesse in einem Unternehmen lückenlos und verständlich dokumentiert sein müssen, frei nach dem Motto: "Was man nicht dokumentiert hat, dass hat man auch nicht gemacht". Die drei Referenten Dr. Günter Generlich, Sieghard Wagner und Karl-Heinz Menges haben auf eine sehr anschauliche Weise verdeutlicht was "Validierung" bedeutet und mit guten Beispiel-Unterlagen und Workshops in die Thematik eingeführt. Das war wirklich sehr ansprechend und professionell und kein bischen langweilig wie ich zuerst vermutet hatte. Die Veranstaltung fand im NH-Hotel Heidelberg statt, was ich wirklich nur empfehlen kann. Da hatte alles Hand und Fuß, von den gut getimeten Kaffeepausen Über das ausgezeichnete Mittagessen bis hin zu den hervorragenden Unterlagen. Einfach spitze, so gut hab ich mir das nicht vorgestellt 🙂 Also wer neu in diesem Thema ist wie ich, dem kann ich diesen Kurs (CV1) nur wärmstens ans Herz legen. Da das mein erstes offizielles Seminar war kamen mir die 1069 Euro zunächst erst recht hoch vor für nur 2 Tage, aber im Nachhinein stelle ich fest das diese Veranstaltung jeden Cent Wert ist. Allein der Ordner mit den vielen guten Formular-Beispielen und dazugehörigen Erklärungen ist bares Gold wert, wenn man seine Systeme validieren muss. Dazu gabs noch die kompletten Validierungsunterlagen zu einem (realen) Beispielprojekt und ein Handbuch über SOPs (Standard - Arbeitsanweisungen). Ganz nebenbei ist Heidelberg eine wunderschöne Stadt, die man unbedingt mal gesehen haben sollte. Ach ja, neben "Schreiben Auf Papier" kenne ich jetzt noch eine neue Abkürzung für SAP: "Schweiss, Angst, Probleme" 😉

[HTPC] erster Eindruck

Nach einigen Tagen der Hardware-Recherche habe ich mich zum Geburtstag mit einem selbst zusammengestellten- und gebauten Media- Center PC belohnt. Es ist letztendlich fast genau die Hardware geworden die ich zuletzt vorgestellt hatte. Nur die Graka ist jetzt eine passiv gekühlte ASUS 7300 LE geworden und die Festplatte eine 80 GB SATA2 von Seagate als Systemplatte. Eine zweite, viel größere Platte kommt später noch dazu, aber erstmal wird das System so ne Weile getestet. Das Zusammenbauen war mir mal wieder eine Freude, sowas macht mir einfach Spass 🙂 Es gestaltete sich auch als recht einfach, bis auf ein paar Kleinigkeiten. Hier mal einige Auffälligkeiten in der Ãœbersicht. - Das Gehäuse hat deutliche Erhebungen (ca. 5 mm), an den Stellen wo das Board mit ihm verschraubt wird, aber Achtung:  Auf die typischen 6-kant-Abstandshalter unter dem Board kann dennoch nicht verzichtet werden!!! - Die Hauppauge 500 MCE Dual Tuner TV-Karte ist ein wirklich tolles Gerät, aber auch ein riesen Schiff von Karte. Ich hatte ganz schön Probleme die vernünftig reinzusetzen nachdem sämtliche Kabel und andere Hardware schon eingebaut war. Die Graka ist regelrecht klein dagegen und war überhaupt kein Problem. - Den Prozi habe ich als "Boxed"-Version gekauft und bisher wars kein Fehler. Der ist sehr leise und dreht nur wenns sein muss. Im Leerlauf ist er nicht zu hören. Allerdings war es ein echter Kampf die Befestigungen in das Board zu kriegen. 2 davon wollten einfach da nicht rein. Tip: Unbedingt VOR dem Board-Einbau den Kühler aufs Board setzen, ist einfacher und man hat weniger Angst dabei 😉 - Die Gehäusefront des LC20s von SilverStoneTek aus gebürstetem Aluminium sieht auch in echt so edel aus wie auf den Bildern. Sehr schick und genau mein Geschmack! Ist insgesamt auch sehr gut verarbeitet und wirklich durchdacht. Da passen auch große Boards bequem rein. Mein Gigabyte DS3 wirkte darin fast schon verloren. - Die Installation von Windows Vista Home Premium war sehr einfach und lief im ersten Versuch anstandslos durch. Das hat mich schon überrascht, ich hatte mit mehr Problemen gerechnet. Das enthaltene Media Center ist sofort funktionstüchtig und wirklich gut zu bedienen. Ich musste keinerlei Treiber dafür installieren, jegliche Hardware wurde erkannt und war sofort einsatzbereit. Respekt! Soviel erstmal zum ersten Eindruck. Ich werde noch öfter von den Erfahrungen mit meinem neuen Spielzeug berichten 🙂

[Kino] Born to be wild

Wir sind gestern Abend im Kino gewesen zum oben genannten Film. Ich kann nur sagen, GEIL! Schaut ihn euch an, das ganze Kino hat sich schlapp gelacht, echt empfehlenswert um sich zu amüsieren. Tim Allen, Martin Laurence, John Travolta und Ray Liotta haben gezeigt was echte Möchtegern-Biker sind. Vorallem, Ray spielt nen alten Informatiker, das war einfach nur herrlich 🙂

[Handy] O2 – Juhu

Mein Kumpel hat da neulich ne tolle Geschichte mit seinem Handy-Provider erlebt, die ich hier unbedingt mal loswerden muss. Er, stolzer Besitzer eines Genion Vertrages seit 2 Jahren, hat nun ein Problem. Unzwar wurde ihm sein Handy geklaut, was ansich schon se sehr ärgerliche Sache ist, besonders dann wenn man keinerlei Backup seiner Daten hat die man dann schön wieder von vorne reinhacken darf ins neue Gerät. Nun denkt er sich, dann log ich mich doch mal online ein und versuche dort mein Handy zu sperren. Nun hat er aber sein Passwort vergessen vom online Login und nimmt die "Passwort vergessen" Funktion in Anspruch. Jetzt möchte man ja meinen das dann danach ne email kommt mit dem neuen Passwort drin, das wäre ja logisch, die Mailadresse hat man ja da auch mal angegeben. Pustekuchen, die Elche von O2 haben das neue Passwort allen Ernstes an sein Handy geschickt. Toll oder? Nun hat der Dieb nicht nur sein Handy, nein, er hat auch noch seinen Login für den Online Bereich, auf dem man auch noch allerhand Schindluder treiben kann in dem man diverse Dinge bestellt zum Beispiel. SUPER O2, ihr seit die Besten! Aber damit noch nicht genug. Jetzt ruft er natürlich beim Support an um sein Handy sperren zu lassen was mit dem freundlichen Computer am anderen Ende der Leitung auch kein Problem war. Allerdings hat der nette Rechnerfreund ihm nicht die Möglichkeit angeboten sich gleich ne neue Karte zu bestellen oder sonst irgendwelche Fragen zu stellen. Sehr kundenfreundlich, wirklich nett! Gut, was nun. Da denkt er sich er geht mal zum nächsten O2 Shop um sich ne neue SIM Karte geben zu lassen, bzw. eine zu bestellen. Dort angekommen meint die nette Dame allerdings zu ihm er sei ein "ONLINE-KUNDE" und für "ONLINE-KUNDEN" könne sie NICHTS machen. Großartig, das nenn ich "SERVICE". Ich meine, nicht das die für den selben Verein arbeiten würden, da könnte man ja sowas erwarten, aber nicht in diesem Land. Toll war dann auch noch die Antwort er müsse bei der Hotline anrufen, da geht das dann. Nur das die Hotline ne 0900er Hotline ist und mit nur 62 Cent die Minute zu Buche schlägt. Dann hat er versucht von 2 Telefonzellen und 4 Handys diese Hotline anzurufen, aber es war kein durchkommen, bzw. DIENST NICHT VERFÃœGBAR. Klasse, ohnehin schon angepisst ohne Ende dann auch noch sowas. Dann hat er sich von nem anderen O2 Handy über die kostenlose Nummer eine alternative O2 interne Durchwahl zur Hotline geben lassen. Die 62 Cent /Min zahlt man da aber natürlich auch, war ja klar. Damit war die Sache dann endlich erledigt und die neue Karte ist bestellt. Hurra, in der "Service-Wüste Deutschland" ist wirklich noch JEDER verdurstet. Auf die Frage hin warum denn das neue Passwort für den Onlinebereich aufs Handy gesendet wird, was ja bei einem geklauten Handy ein echtes Sicherheitsproblem darstellt, meinte die Dame am Telefon nur salop "Wie soll denn jemand die Nummer des Handys rausfinden das er geklaut hat" (die braucht man für den Login). Naja liebe Leute von O2, nahezu jeder kann sich seine eigene Nummer nicht merken und speichert sie im Handy ab oder ich suche mir irgend ein unbewachtes ISDN-Telefon dessen Nummer ich kenne bzw. meist sogar dran steht und rufe da an und sehe die Nummer aufm Display, also meistens ist das ganz leicht rauszufinden. Aber am allerbesten finde ich die Handy-Ortungsfunktion im Onlinebereich. Die ist echt toll. Sobald man dort sein Handy orten lässt bekommt man ne Bestätigungs-SMS aufs Handy. Das ist riesig, denn jeden Depp der mein Handy geklaut hat und den ich damit finden wollte habe ich damit auch noch gewarnt das er geortet wurde. Vom Feinsten, damit schießt O2 den Vogel ab und hat sich den Depp-des-Monats-Award verdient.