Unfälle passieren…

... und manchmal ist man mittendrin. (Artikel via Meetingpoint) unfall Ich war hier einer der Ersthelfer am Unfallort und muss schon sagen, das mir  im ersten Moment ganz schön mulmig war als ich auf das Autowrack zu lief. Man weiss ja nicht, was einen da gleich für ein Anblick erwartet wenn man ins Innere des Wracks blickt (das sah echt übel aus von weitem). Als ich dann sah wer da drin lag war ich im ersten Moment froh darüber das die junge Frau relativ unverletzt aussah aber zugleich auch geschockt, weil ich sie kenne. Mein erster Eindruck bestätigte sich unmittelbar danach, denn sie war wirklich kaum verletzt und auch ansprechbar. Sie hatte einen Schock und sah kreidebleich aus, aber sie konnte sprechen und es war kein Blut zu sehen, insofern erstmal Entwarnung. Der Notarzt war bereits informiert und kaum 10 Minuten später vorort, aber wenn man da so hockt und drauf wartet kommt einem die Zeit wie Stunden vor. Naja, jedenfalls freue ich mich das es ihr wieder gut geht und bis auf ein paar Prellungen nichts passiert ist. Worüber ich mich hier nicht freue, ist der gnadenlose Sensationsjournalismus der hier betrieben wurde. Ich muss hier mal was klarstellen, was in dem Artikel völlig falsch dargestellt wurde:
Die Kameraden der Berufsfeuerwehr Brandenburg mussten die Eingeklemmte aus dem Fahrzeugwrack befreien
Also eine noch dreistere Lüge hab ich ja lange nicht gelesen! Erstens war die junge Frau nicht eingeklemmt und zweitens haben WIR sie aus dem Auto gezogen und keineswegs die Kameraden der Feuerwehr... Als die Feuerwehr am Unfallort ankam haben die lediglich noch ein bischen Zeug verstreut um das ausgelaufene Benzin aufzusaugen, das war alles! Toll fand ich auch das die Polizei mal locker 10 Minuten später, als allerletzte, am Unfallort ankam. Ebenfalls total übertrieben ist hier das Wort "schwerverletzt". Also schwerverletzt heisst bei mir "kurz vorm Ableben" und nicht "leichte Prellung vom Airbag". Total lächerlich diese Übertreibungen, bleibt einfach bei der Wahrheit... Dann noch alles Gute "junge Frau", hast echt Glück gehabt! Ich bin echt froh das rechts neben dir keiner saß, denn den gäbe es jetzt wahrscheinlich nicht mehr.

Respekt, Anstand und Würde…

... sind Themen, über die ich mich heute mal auslassen muss, weil es mir unter den Nägeln brennt. Heute hatte ein Kollege aus meiner Abteilung seinen letzten Arbeitstag in der Firma. Nun hat er aber nicht einfach nur gekündigt weil er was besseres gefunden hat sondern er hat gekündigt, weil er scheinbar unüberwindbare Differenzen mit seinem (also auch meinem) Vorgesetzten hatte. Diese Differenzen sahen meist so aus das er meinem Chef einen Vorschlag gemacht hat und mein Chef nach Abwägen der Auswirkungen entweder dafür oder dagegen entschieden hat. Nun kommt es ja im Leben auch mal vor, dass ein Chef anders entscheidet als man es selbst für richtig hält. Da kann man nun auf 2 Arten reagieren: Entweder man reagiert wie ein 8 jähriges Kind, fängt an zu weinen und wertet die Absage als persönlichen Angriff gegen die eigene Person, oder man nimmt es einfach hin wie ein Erwachsener und sagt sich "Er ist der Chef, er muss auch für die Konsequenzen seinen Kopf hinhalten". Jetzt dürft ihr mal raten wie mein Ex-Kollege drauf war. Es ist doch kein Grund alles hinzuschmeissen, nur weil mein Chef mal anderer Meinung ist als ich. Wo kämen wir denn da hin wenn jeder alles persönlich nimmt und als Angriff wertet. Er ist Chef, er kanns entscheiden. So einfach ist das, BASTA! Wenn man irgendwann mal selber Chef ist, dann kann man alles so machen wie man möchte, aber als Untergebener geht das eben nicht, thats life. Ich hätte nicht gedacht das er sowas nicht verstehen würde, aber es ist leider so. Und als ob das nicht schon blöd genug wäre rennt dann der Kollege in den letzten Wochen seiner Arbeitszeit auch noch in der Firma rum und macht unsere Abteilung schlecht, die Abteilung in der er selbst mehrere Jahre gearbeitet hat! Wohlgemerkt ALLE in der Abteilung, mich eingeschlossen. Keiner von uns, auch unser Chef nicht, haben ihm je was Böses gewollt oder ihn ernsthaft geärgert. Ich hab ihm sogar des öfteren geholfen und vertreten um dann am Ende von ihm vor anderen Kollegen negativ hingestellt zu werden. Na vielen Dank auch, sehr freundlich! Selbst wenn man ernste Differenzen mit seinem Chef hat muss man nicht auch noch Unbeteiligte mit durch den Dreck ziehen. Sowas geht garnicht und ist absolut würdelos und unprofessionell. Toll fand ich auch das Gejammer, das wir, die wir studiert haben, ja unberechtigterweise mehr Geld verdienen als er. Wir kommen ja direkt von der Hochschule und haben garkeine Ahnung... Sicherlich kommt man nicht als Experte in einem Fachgebiet von der Hochschule, aber darum gehts dabei auch garnicht. Es geht darum zu lernen sich selbst zu helfen, zu recherchieren und ein bischen Ingenieurs-Denke zu entwickeln für spätere anspruchsvolle Aufgaben. Praxiserfahrung bekommt man natürlich erst durch arbeiten, das steht ausser Frage, aber wer tatsächlich meint das so ein Studium nichts wert ist und keinerlei Anerkennung auf dem Gehaltszettel verdient, soll doch bitte erstmal ein Studium durchziehen und dann sprechen wir uns wieder... Das Akademiker meistens etwas besser bezahlt werden ist kein Geheimnis und es steht jedem völlig frei zu studieren, daher ist Neid hier völlig unangebracht. Fast jeder kann sowas schaffen wenn er bereit ist dafür 4 bis 6 Jahre mit sehr wenig Geld zu leben und sich auch mal durch etwas trockenere Materie durchzuarbeiten. Wer keine Selbstdisziplin hat um sowas durchzuziehen und lieber den leichten Weg gehen will der muss eben am Ende auch damit leben das er später weniger raus hat am Monatsende. Auch hier kann ich wieder nur sagen: So ist das Leben, gewöhn dich drann! Tja, was soll ich noch sagen. Ich konnte den Kollegen eigentlich immer gut leiden und wir haben uns auch sehr gut verstanden, aber so wie er sich in den letzten Wochen bei uns verhalten hat bin ich nun ziehmlich enttäuscht und kann nur hoffen das er irgendwann lernt sich unterzuordnen oder lieber den Weg der Selbstständigkeit einschlägt. Aber auch da kann man nicht machen was man will, denn da ist man dann den Kunden verpflichtet und die sind dann der König. Wie auch immer, ich werde mich jedenfalls nicht so verabschieden wenns mal soweit ist. Ich bin der Meinung man sollte sich immer mit Anstand und Würde verabschieden und auch denen Respekt zollen, die man vieleicht nicht besonders leiden kann. Alles andere ist unprofessionell und albern. Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: farewell, Ex-Kollege. Viel Erfolg auf deinen zukünftigen Wegen! Ich hoffe du kommst mit deinem neuen Chef besser klar, aber ich würde nichts drauf wetten...