Die Sommerzeit…

... ist seit dem Wochenende wieder mal angesagt und wieder fragt man sich nach dem Sinn der Zeitumstellung. Mal abgesehen von den kleineren Problemen wie dem, dass man so manche Uhr noch von Hand verstellen muss, ist mir gestern Abend ein deutlich gravierenderes Problem aufgefallen. Obwohl ich nun schon so viele Jahre mit Windows-Betriebssystemen zu tun habe und damit arbeite war mir eine Tatsache bis gestern Abend nicht bewusst: Und zwar das das NTFS-Dateisystem bei der Zeitumstellung den "letzte Änderung"-Zeitstempel von Dateien "korrigiert". Beispiel "Winterzeit zur Sommerzeit": Vor der Umstellung hatte eine Datei als letzte Änderungszeit 15:10 Uhr und danach dann 16:10 Uhr. Festgestellt habe ich das ganze nur, weil ich hier einen Ordner auf einem Windows-Rechner mit meiner Synology Diskstation (DS) synchronisierem wollte, welche ja mit einem EXT3-Dateisystem arbeitet, welches die  Zeitstempel nicht verändert hat. Da nun plötzlich alle Dateien auf dem Windows-PCs "neuer" waren als die auf der DS wollte er spontan den ganzen Ordner auf der DS überbügeln. Also im ersten Moment war ich doch etwas schockiert von diesem NTFS-Verhalten, denn das kann ganz schön ins Auge gehen wenn man zwischenzeitlich auf der DS Daten geändert hat. Zugegeben, die Wahrscheinlichkeit, dass da größerer Schaden entsteht, ist bei nur einer Stunde Zeitversatz und selten benutzten Dateien relativ gering, aber bedenklich finde ich das trotzdem, das da einfach automatisch Zeitstempel von Dateien geändert werden. Dieses Sync-Problem kann man übrigens mit robocopy und seiner eingebauten "DST"-Option umgehen. Schaut also das nächstes mal lieber etwas genauer hin bevor ihr eine Synchronisierung von NTFS auf ein anderes Dateisystem macht 😉

1 Jahr Skoda Octavia …

... habe ich nun bereits hinter mir und ich möchte mal meine Erfahrungen mit diesem Auto zum Besten geben. Hier hab ich mal ein paar Kennzahlen für euch, die mein vergangenes Jahr mit diesem Fahrzeug beschreiben:
  • ca. 23000 gefahrene Kilometer
  • 42 Betankungen
  • 2 Reparaturen
  • 3 mal Öl nachgegossen (immer ca. 0,6L, ja so ein Diesel frisst halt etwas Öl)
  • 4 Autowäschen (ja ich weiss, ist nicht grad das sauberste Auto 😉
  • 1 Geschwindigkeitsüberschreitung
  • 0 Unfälle
  • 0 Polizeikontrollen
  • 6,25 L  durchschnittlicher Verbrauch
Soviel zu den allgemeinen Fakten, nun kommen wir mal zum wirklich hässlichen Teil, den Kosten:
  • ca. 2000 € für Tanken
  • 900 € für die Versicherung
  • 316 € für das Finanzamt
  • 195 € für Reparaturen
  • 100 € für sonstiges wie Öl, Reinigung, Werkstattwagen, Pflege, Reifeneinlagerung u.s.w.
  • ca. 2500 € Wertverlust (optimistisch mit 15% gerechnet)
Damit hat mich dieses Fahrzeug dann für 1 Jahr unterm Strich ca. 6000 € gekostet. Dazu kommen natürlich noch die monatlichen Raten an die Bank für die Finanzierung, aber die lassen wir hier mal unter den Tisch fallen 😉 Nun stellt sich die Frage welche Kosten man sich hätte sparen können, schauen wir mal:
  • Die Reparaturen wären nicht unbedingt nötig gewesen, auf den Tempomat kann man verzichten und wen stört schon eine dauerhaft leuchtende Airbag Warnleuchte...
  • Waschen hätte auch nicht sein gemusst, Dreck ist schliesslich der beste Schutz für den Lack 😉
  • Reifen kann man sich selbst in den Keller legen (natürlich nur wer einen hat...)
  • etwaige Bußgelder lassen sich prima durch eine gemäßigte Fahrweise einsparen
  • etwas Spritt sparendere Fahrweise hätte hier vieleicht nochmal 100 Euro ausgemacht
Hier wäre ein Einsparpotential von vieleicht 400 Euro drin gewesen, Wahnsinn! Selbst unter optimalen Bedingungen komme ich auf 27 Cent je Fahrkilometer. Das Finanzamt rechnet aber nur mit 30 Cent pro Entfernungskilometer, also gerade mal mit der Hälfte und das galt ja bis vor kurzem auch erst ab dem 21. Kilometer. Und? Fahrt ihr immernoch gern Auto? Also ich hab eigentlich genug davon, vorallem wenn ich daran denke was alles noch auf mich zu kommt. Da wären zum Beispiel meine Sommerreifen, die sind nämlich platt und es müssen neue her. Das werden ca. 300 € denke ich. Dann steht relativ bald die große Inspektion an, ich will noch garnicht wissen was da alles gemacht werden muss. Die zwei Reparaturen waren ja noch keine Verschleissteile, das kommt dann sicherlich erst alles bei der Inspektion ans Licht. Ich rechne schonmal pauschal mit 500 Euro... Nagut, das soll reichen. Jetzt ist mir jedenfalls mal wieder schlecht, weil das alles von meinem NETTO Gehalt abgeht. Also alle die bisher geglaubt haben, dass ihre Monatskarte für den Zug oder die Ubahn viel Geld kostet, habe ich jetzt hoffentlich eines besseren belehrt. Ich würde auch gern mit dem Zug fahren, leider fährt da wo ich arbeite absolut garnichts hin, daher wirds wohl vorerst bei diesen Kosten bleiben. Nichtsdestotrotz bin ich mit dem Wagen sehr zufrieden. Mal abgesehen von den Kosten, die ja bei anderen Autos dieser Fahrzeugkategorie sicherlich ähnlich ausfallen dürften, ist der Octavia II ein feines Auto, dass mich bisher nicht im Stich gelassen hat. Er fährt sich recht angenehm, aber das ist ja eh Geschmackssache. Leider ist er etwas schwach auf der Brust im Anzug, hier wären ein paar PS mehr nicht schlecht gewesen, aber man gewöhnt sich ja bekanntlich an alles. In diesem Sinne, gute Fahrt 🙂