BASTA – der 3. (und für mich letzte) Tag…

ist nun vorbei und ein abschließendes Fazit muss natürlich noch sein!

Der heutige Vormittag begann mit einer kleinen Enttäuschung, da ein Vortrag auf den ich mich gefreut hatte leider krankheitsbedingt ausfallen musste. Nun ja, das kann halt passieren und wundert mich zur Zeit auch nicht wirklich, wenn ich daran denke was bei uns auf Arbeit los war/ist. Anstatt mir was über “Advanced Data Access Patterns” anzuhören wohnte ich dann einer “SharePoint” Session bei. Naja, also so richtig kann man mir das Ding nicht schmackhaft machen, auch wenn der Umgang damit wohl immer einfacher wird.

Na egal, im Anschluss daran gabs dann 3 Sessions vom “Security Day”, die für mich sehr interessant waren. Es wird sich einiges ändern in diesem Bereich was das .NET Framework angeht. Die sogenannte “Claims Based Authentication” ist ein sehr interessantes Konzept und wird wohl in den nächsten Jahren eine immer stärkere Rolle spielen.

Am Abend tat ich mir dann noch einen eher langweiligen O/R-Mapper Vortrag an, mit zu viel Selbstbeweihräucherung und zu wenig neuen Fakten. Gut, kann auch nicht alles toll sein, hätte mich auch gewundert. Nach dem Abendessen haben die Veranstalter sich noch was nettes zur Abendunterhaltung einfallen lassen. In der Bar/Lounge des Hotels fand eine Art “Wer wird Millionär für Programmierer” statt. Das war echt lustig und der Gewinner bekam eine XBOX geschenkt. Damit endete dann auch die BASTA für mich.

Letztendlich bin ich doch relativ begeistert von der Veranstaltung, die ich da in den letzten Tagen erlebt habe, auch wenn es das eine oder andere Problem gab am ersten Tag. Ob so eine Veranstaltung für einen Teilnehmer interessant ist, hängt hauptsächlich davon ab wie viel Vorwissen eine Person mitbringt und wie gut die Speaker sind. Da man natürlich an der einen oder anderen Stelle schon relativ fit ist, ist nicht jeder Vortrag für einen geeignet. Das empfand ich hier aber eigentlich nicht als Problem, weil man immer die Wahl zwischen 6 verschiedenen Sessions hat, ich behaupte einfach mal da ist für jeden irgendwas interessantes dabei.

Natürlich sind auch nicht alle Speaker ein Highlight, aber die meisten empfand ich als angenehm “normal” und sehr kompetent. Die meisten Sessions sind hier sehr praxisnah und alles andere als langweilig. Natürlich kann auch ich nun nicht behaupten das ich alle erhaltenen Informationen in meinem Arbeitsalltag sinnvoll einsetzen kann, aber ich denke darum gehts hier auch nicht unbedingt. Es geht eher darum zu sehen was man alles machen kann und was man vieleicht bei zukünftigen Überlegungen in Betracht ziehen sollte. Man kann nicht alles was so passiert durch lesen erschlagen, ich zumindest bin zu faul dazu.

Hier hat man die Möglichkeit über fast jedes Thema einen groben Überblick zu bekommen, meist sogar mit plastischen Beispielen, die einem dann helfen einen Einstieg in bestimmte Welten zu finden. Das öffnet dein Geist für Neues und rückt auch manchmal schon bekanntes in ein anderes Licht. Das kann sich eigentlich nur positiv auswirken, und wenn man dabei nur lernt das man bereits auf dem richtigen Weg ist. Bevor ich aber ins Esotherische abdrifte höre ich jetzt lieber auf 😉

Stellt sich nun die Frage ob die Preise gerechtfertigt sind für diese Veranstaltungen. Also es ist schon kein Pappenstiel an sowas teilzunehmen und auf eigene Kosten hätte ich das auch nicht gemacht. Allgemeine Weiterbildung ist nun auch nicht unbedingt für jeden Chef ein Argument soviel Geld in die Hand zu nehmen. Andererseits ist es aber auch schwer sich im normalen Berufsalltag mit all den ständigen Weiterentwicklungen zu beschäftigen und es ist auch nicht im Interesse der Firma immer auf dem Stand von vor 10 Jahren zu arbeiten. Sowas ist ja auf die Dauer auch unwirtschaftlich. Hier hat man wenigstens mal richtig Zeit dazu sich mit Neuerungen zu beschäftigen und man bekommt sie auch noch erklärt. Das ist deutlich einfacher fürs Verständnis als sich alles durch lesen selbst beizubringen finde ich. Wenn man dann noch bedenkt was heutzutage für Stundensätze für manche Dienstleistungen in Rechnung gestellt werden, dann relativieren sich auch diese Preise wieder. Ausserdem kann man es auch als Investition betrachten, denn wenn man danach effektiver an Projekten arbeiten kann, dann lohnt sich das auch für die Firma.

Nagut, ich kann nicht mehr schreiben 😉

Abschließend noch einige Erkenntnisse, die ich während der BASTA gelernt habe:

  • Wichtige Technologie-/Architektur-/Designentscheidungen für eigene Projekte sollte man sich bei ausreichender Zeit bis NACH der Konferenz aufheben, manches sieht man hinterher vieleicht anders
  • Es gibt keine Anzugordnung oder so, Anzugträger waren eher die Ausnahme
  • Man braucht nicht viele T-Shirts mitnehmen, denn man bekommt welche geschenkt
  • IBM/Lenovo Notebooks der T-Serie sind scheinbar echt angesagt und machen einen recht belastbaren Eindruck
  • Lesestoff mitschleppen lohnt nicht, es gibt genug Fachzeitschriften geschenkt
  • rechtzeitiges Einnehmen eines guten Sitzplatzes ist meist von Vorteil
  • Man sollte sich abends nichts weiter vornehmen, da es interessante “Night Schools”, gute Gespräche und Freibier gibt (zugegeben, das wird sicherlich auch nicht immer der Fall sein 😉
  • Diäten einhalten kann man vergessen, dass geht nur bei extremer Selbstdisziplin

In diesem Sinne, (hoffentlich) bis nächstes Jahr…

Basta – Tag 2

Mein zweiter BASTA-Tag ist nun vorbei und auch heute will ich noch kurz darüber resümieren bevor ich gleich total platt ins Bett falle.

Um 9 Ihr morgens war die offizielle Eröffnung durch die sogenannte “Keynote”. Hier wurden einige der “Speaker” in kurzen Interviews in einem brechend vollem Saal zu ihren Spezialgebieten im .NET Umfeld und den jeweils aktuellen Themen in ihrem Bereich befragt. Direkt im Anschluss begann das Vortragsprogramm, welches den ganzen Tag lang andauerte. Es liefen immer 6 Sessions gleichzeitig von jeweils 75 Minuten, so das man sich vorher gut überlegen musste, welche man davon wahrnehmen will. Es waren eigentlich fast alle Themen vertreten und es ist mir nicht leicht gefallen mich da zu entscheiden.

Vormittags habe ich mich auf den “C# Day” konzentriert und nach einem sehr leckeren Mittagessen etwas “LINQ to XML” und eine Doppelsession “ASP.NET MVC” konsumiert. Am Abend gabs dann noch ein ordentliches Buffet samt Freibier und als Abschluss eine “Night School” zum Thema “Aufwandsabschätzung in Softwareprojekten”. Das reicht dann auch für einen Tag 😉

Das waren über 12h Input, wobei der Grossteil wirklich recht interessant war. Die Vorträge sind sehr praxisorientiert und kommen meist mit sehr guten Code-Beispielen und Hinweisen daher. Fast alle Vortragenden kommen sehr menschlich rüber und verstehen es ihr Thema an den Mann oder die Frau zu bringen. Ich hab einiges dazugelernt, vorallem das man mit dem was ich nicht weiss mehrere Räume füllen kann 😉 Die Speaker sind fast immer greifbar und gehen in den Sessions auch auf Zwischenfragen ein. Auch wenn man sicherlich auf manchen Gebieten schon recht gut ist findet man doch immer wieder mal einen kleinen Hinweis in den Vorträgen den man noch nicht betrachtet hat.

Besonders wertvoll sind m.M. nach die “Erfahrungen” die zwischendurch genannt werden, welche die Leute so im täglichen Geschäft gemacht haben. Hier merkt man schon den Unterschied zu mancher Vorlesung an der FH oder Uni, die ja doch meist recht theoretisch ist. Zumindest in meinem Studium gabs damals nur selten so gute Code-Beispiele mit entsprechenden Erklärungen dazu.

Mein Fazit fällt jedenfalls sehr positiv aus zum heutigen Tag. Ich finde schon das es sich lohnt hier mal teilzunehmen. Sicherlich muss man nicht jede Konferenz mitnehmen, aber ich kann mir gut vorstellen das einmal jedes Jahr zu machen. Gerade wenn man ein wenig fachsimpeln will ist man hier an der richtigen Adresse.

Gut, ich habe fertig für heute. Gute Nacht.

BASTA Spring 2009 – der 1. Tag…

… neigt sich gerade dem Ende, aber bevor ich mich gleich schlafen lege möchte ich den Tag noch kurz zusammenfassen.

Ich verweile derzeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt, wegen der Teilnahme an der im Titel genannten Konferenz für Softwareentwickler im .NET-Umfeld. Da dies meine allererste Teilnahme an einer solchen Veranstaltung ist war ich die letzten Tage auch schon recht erwartungsfroh und gespannt was mich da denn so erwarten würde.

Die Hauptkonferenz beginnt eigentlich erst morgen. Der heutige Einstiegstag galt speziellen Workshops zu unterschiedlichsten Themen wie “Agile Softwareentwicklung” oder “Softwarearchitektur”, wobei ich an letzterem Programm teilgenommen habe. Dieser sogenannte “Architecture Day” befasste sich mit Projektmanagement in Softwareprojekten, Mehr-Schichten-Architekturen in verteilten Anwendungen, SOA/Webservices, Best Practices, Design Patterns und dem relativ neumodischen “Cloud-Computing”.

Mein Fazit zu diesem Tag fällt allerdings eher durchschnittlich aus. Die Organisation hätte etwas besser sein können. Die Beschilderung im Eingangsbereich ist hier etwas dürftig ausgefallen, da nicht auf anhieb zu erkennen war, welches Thema in welchem Raum stattfinden wird. (Was soll mir die Beschreibung Raum X =>“BASTA”, Raum Y => “BASTA” bitte sagen?). Desweiteren gabs teils größere Probleme beim anschliessen der Notebooks der Referenten an den Beamer. Bei dem Eintrittspreis erwarte ich da eine schnelle Backuplösung. Es kann nicht sein das ein Referent da ohne Folien klarkommen muss, nur weil da ein Notebook nicht so recht will. Da wurde eine halbe Stunde “rumgefrickelt” vor 30 oder 40 Leuten.

Inhaltlich war das ganze schon ok, wenn auch nicht unbedingt bahnbrechend. Aber es ist schon ein gutes Gefühl wenn man Dinge die man bereits umgesetzt hat auch von erfahrenen Entwicklern empfohlen werden. Das Thema “Cloud Computing” war allerdings totales Neuland für mich, aber da steht Microsoft wohl noch so weit am Anfang, dass man noch getrost einige Jahre ins Land gehen lassen kann, bevor das richtig “benutzbar” wird.

Bin gespannt was es morgen alles zu hören und zu sehen gibt. In diesem Sinne, gute Nacht.

P.S.: Das Mittagessen war hervorragend, großes Lob an die Küche vom Maritim Hotel!