SAP/ABAP…

... war das Thema, welches mir und meinen Kollegen an den letzten beiden Wochenenden auf einem Lehrgang näher gebracht wurde. Wir waren dazu in einem Trainigszentrum der Schöll AG in Berlin Schöneberg. Zum Veranstalter kann ich nur positives sagen. Die Schöll bietet ein sehr umfangreiches Seminarprogramm an, welches hauptsächlich von Dozenten externer Firmen durchgeführt wird. Wir fanden eine sehr angenehme Atmosphäre in nagelneuen Seminarräumen vor. Alles ist sehr gepflegt und die Verpflegung kann sich sehen lassen. An jedem Seminartag sind belegte Brötchen, guter Kaffe, kleine Snacks und ein Mittagessen bei einem netten Italiener um die Ecke im Seminarpreis enthalten. Gut, das kann man bei dem Preis eigentlich auch erwarten 😉 Das Ziel unseres Kurses, welcher sich im SAP Umfeld "BC400" nennt, waren die Grundlagen im Umgang mit der "SAP Workbench", der integrierten Entwicklungsumgebung und deren Programmiersprache ABAP (4.0), zu erlernen. Diese Entwicklungswerkzeuge sind in jedem SAP System standardmäßig vorhanden und ermöglichen den SAP Kunden die Anpassung/Erweiterung des im eigenen Hause eingesetzten SAP-Umgebung. Unser Dozent war ein "alter Hase", welcher hauptberuflich als SAP-Berater sein Geld verdient und uns wirklich sehr gut die Vorzüge und Tücken dieser Umgebung vermitteln konnte. Da ich bis dato fast nichts mit dem firmeneigenen SAP-System zu tun hatte, war ich schon gespannt was mich da so erwarten würde. Hier mal einige Dinge, die ich aus diesem Seminar mitgenommen habe bzw. die mir angenehm/unangenehm aufgefallen sind. Ein Standard SAP-System kann auf 5 verschiedenen Datenbanktypen betrieben werden und hat sage und schreibe über 30000 Tabellen. Ja, ihr habt richtig gelesen, dreißigtausend! Wie oben schön erwähnt ist die Entwicklungsumgebung vollständig in das System integriert, man benötigt zur Erweiterung bzw. Umgestaltung keinerlei extra Tools. Alles was wir an Übungsaufgaben gemacht haben fand direkt im System statt. Um im System programmieren zu können braucht man die Berechtigung und einen "Entwicklerschlüssel", den man extra beantragen muss. Einer ist aber zu jedem System standardmäßig dabei. Man kann nicht nur vorhandene Tabellen abfragen, man kann auch eigene erstellen. Es ist auch ein Formular-Editor enthalten mit dem man beliebige Masken entwerfen und in das System integrieren kann. Die Funktionalität ist zwar nicht mit dem Designer von einem Visual Studio vergleichbar, aber ausreichend. Was sehr negativ auffällt ist allerdings die Bedienung. Das gilt sowohl für den Designer als auch für den Programmiereditor. Ich bin fast geneigt das Ding Steinzeit-Editor zu nennen. Also hier liegen wirklich Galaxien zu einem Visual Studio dazwischen. Dinge wie Autovervollständigung, Syntax Highlighting, Refactoring, Smart-Tags u.s.w. sucht man hier vergebens. Jedes einfache Notepad bietet mehr Komfort als der ABAP Editor. Ich als C#/VisualStudio verwöhnter Entwickler hatte teils arge Probleme mich mit dem geringen Funktionsumfang abzufinden. Also ein größeres Projekt wünsche ich niemanden an den Hals, wenn man eine solche Umgebung benutzen muss. Die einziege Formatierungsmöglichkeit war der sogenannte "Pretty Printer", welcher auf Tastendruck die Keywords gross schreibt und den Code etwas "einrückt", aber das war auch schon alles. Die Sprache ABAP war ich etwas gewöhnungsbedürftig. Ich empfand es als sehr grausam vollständig OHNE Klammern auskommen zu müssen und eine Zeile mit einem Punkt zu beenden. Besonders klever war man hier bei der Auswahl des Operators für ein Komma. Das ist nämlich auch ein Punkt. Das hat zur Folge das man eine Dezimalzahl in einfache Anführungsstriche setzen muss, genau wie eine Zeichenfolge => '5.30', SUPER! Positiv war, das in ABAP der Datenbankzugriff vollständig integriert ist. Es Bedarf keiner zusätzlichen Anweisungen zum Verbindungsaufbau oder sonstigem was man so von "normalen" Programmiersprachen her kennt. Man kann beispielsweise einfach direkt per "select * from flugdaten into var" sich eine Tabelle in eine Variable ziehen. Die Tabelle 'flugdaten' ist dem Editor bereits bekannt und man kann per Doppelklick auf das Wort direkt aus dem Code heraus zu dieser Tabelle springen. Das war schon recht praktisch und überraschte mich dann doch, wo der Editor doch sonst zu nichts zu gebrauchen war 😉 Nun gut, ich könnte noch tausend weitere Auffälligkeiten nennen, aber das soll hier reichen. Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung und durchaus lehrreich. Ich weiss jetzt jedenfalls, dass die bei SAP auch nur mit Wasser kochen und das ich sowas nicht unbedingt hauptberuflich machen will. Diese Tools sind sehr pragmatisch gestrickt und darstellungsorientiert. Man kann mit relativ wenig Aufwand viele Daten aus dem System ziehen und aufbereiten und mehr "will" man damit auch nicht unbedingt machen... Mein Fazit: Ist eher was für Wirtschaftsinformatiker 😉    *duckundwech*

Pimp my DiskStation (Teil I)

Wie ihr neulich lesen konntet bin ich Besitzer einer Synology Diskstation 107+. Mittlerweile läuft mein Gerät schon fast 3 Monate, also wirds Zeit für nen kleinen Erfahrungsbericht. Im letzten Beitrag hatte ich ja bereits erwähnt das auf dem Gerät ein kleines Linux läuft, was uns also viele Möglichkeiten bietet das Gerät etwas zu "erweitern". Damit das Erweitern nicht allzu kompliziert ist kann man zum installieren von Paketen den IPKG Package Manager nutzen. Dieser ist aber nicht von Haus aus dabei und sollte deshalb zuerst installiert werden. Hierzu nutzt man einfach das entsprechende Bootstrap-Script. Diese Information und viele weitere nützliche Tips rund um die Synology Geräte findet man im synology-forum und im synology-wiki. Als erstes Programm habe ich dann den allseits bekannten "MidnightCommander" und den Text-Editor "Nano" installiert. Jetzt kann man damit auch prima an der Konsole arbeiten. Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Tools die sich problemlos nachinstallieren lassen, aber das könnt ihr selbst nachlesen. Hier mal einige Wehrmutstropfen die mir so aufgefallen sind: Das Gerät ist dafür ausgelegt hochkant zu stehen. Leider neigt mein Gerät in dieser Position dazu laut zu schnarren. Scheinbar ist das Plastikgehäuse aufgrund suboptimaler Verarbeitung dabei stärkeren Vibrationen ausgesetzt. Lösung: Gerät einfach hinlegen, dann wars bei mir sofort flüsterleise. Das mitgelieferte Tool "Redirector", was Downloads vom lokalen Rechner an die Box übergeben soll funktionierte leider anfangs nicht. Das Tool fand zwar die Box, aber beim Verbindungsaufbau gabs immer eine Fehlermeldung. Dieses Problem hat sich aber mit der Installation der neusten Version erledigt. Dann hatte ich noch ein Problem, dass für die meisten Leute wahrscheinlich kein Problem sein dürfte, aber ich fands halt etwas unglücklich 😉 Undzwar läuft die Admin-Weboberfläche auf einer seperaten Webserver-Instanz auf Port 5000(HTTP) bzw. 5001(HTTPS). Wer nur im Heimnetzwerk darauf zugreifen will wird sich an dieser Tatsache nicht weiter stören. Wer von ausserhalb zugreifen will muss sehr wahrscheinlich am heimischen Router vorbei.  Hier genügt es den Port 5000 bzw. 5001 einfach weiterzuleiten auf die interne Adresse der DS und man kann problemlos drauf. Wer allerdings hinter einem Proxyserver sitzt, der den externen Zugriff auf Port 5000 sperrt, schaut hier allerdings in die Röhre. Obendrein unterstützt mein Router kein Port-Mapping was diese Situation noch zusätzlich erschwert. Die Lösung heisst in diesem Fall einfach "Ports des Admin-Webservers ändern". Hierbei gilt es zu beachten das Port 443 ursprünglich für den User-Webserver vorgesehen war. Da jetzt der Adminbereich darauf laufen soll muss der Port 443 vom User-Webserver umziehen auf 8443, damits keine Konflikte gibt. 1. Dienste stoppen /usr/syno/etc.defaults/rc.d/sh S97apache-sys.sh stop /usr/syno/etc.defaults/rc.d/sh S97apache-user.sh stop 2. Config files ändern Pfad: /usr/syno/apache/conf/extra "httpd-ssl.conf-sys" öffnen und beide Vorkommen von "5001" mit "443" ersetzen "httpd-ssl.conf-user" öffnen und beide Vorkommen von "443" mit "8443" ersetzen 3. Dienste wieder starten /usr/syno/etc.defaults/rc.d/sh S97apache-sys.sh start /usr/syno/etc.defaults/rc.d/sh S97apache-user.sh start Fertig! Last but not least wollte ich noch sagen das mein Canon IP4200 Tintenstrahldrucker problemlos am eingebauten Printserver läuft.

Was war, was wird…

... will ich mal kurz zusammenfassen. Aber bevor ich das tue, wünsche ich natürlich allen Lesern und allen die wir kennen

Ein frohes neues Jahr!

Das Jahr 2007 verlief für uns schon recht erfreulich und 2008 war sogar noch besser. Dazu hat natürlich vorallem unsere Hochzeit beigetragen, welche wir im Mai feierten. Nochmals vielen Dank an alle beteiligten Personen, die diesen Tag für uns unvergesslich gemacht haben. Dann war da im September unser sehr erholsamer Dänemark Urlaub, den wir sehr genossen haben. Auch hierfür wollen wir uns bei unseren Mitreisenden bedanken, war wirklich ein gelungener Trip! Seit kurzem habe ich meine ersten 1,5 Jahre Berufsleben erfolgreich absolviert und auch hier kann ich nicht klagen. Meine Arbeit ist nachwievor sehr vielseitig, macht Spass und war bisher auch immer termingerecht. Zumindest mein Chef war (fast immer) zufrieden und ich glaube mehr kann man sich dahingehend nicht wünschen 😉 Und als ob das alles noch nicht genug wäre, versüßte mir meine Frau noch das Jahr mit der Nachricht das sie schwanger ist. Na wenn das kein schönes Jahr war, dann weiss ich es auch nicht 😀 In diesem Sinne harren wir nun der Dinge die da kommen und freuen uns auf ein hoffentlich spannendes Jahr 2009 als Eltern.