Die Spiele sind vorbei…

... und ich hab so einige Gedanken dazu die ich mal loswerden muss.
  • Ist es möglich das ein einzelner Schwimmer ganze 8 Goldmedallien gewinnen kann? - Möglich vielleicht, aber ziehmlich unwahrscheinlich ohne etwaige Zusatzstoffe würde ich wetten.
  • Ist es möglich das ein 100m Läufer Weltrekordzeit laufen kann und dabei am Ende vor dem Ziel noch Späße macht? - Vielleicht, aber auf jeden Fall echt unsportlich und sehr wahrscheinlich nicht realistisch.
Glaubt wirklich noch jemand, dass sowas mit rechten Dingen zugeht? Eigentlich könnten die Doping-Kontrollen problemlos weggelassen werden. Das würde erstens viel Geld sparen, die Umwelt schonen und alle Sportler haben die gleichen Möglichkeiten sich so vollzudröhnen wie nur irgend möglich um wirklich alles rauszuholen was geht. Wäre doch ein Fortschritt, oder? Die mit der richtigen Kohle sind den Labors sowieso um Jahre voraus, die fliegen eh nicht auf. Na wie auch immer, nur weiter so... Also eins haben die Chinesen wirklich drauf, sie haben eine riesen Show hingelegt, das ist wirklich kaum noch zu toppen. Diese Spiele waren wirklich generalstabsmäßig organisiert und durchgeführt worden. Die Start - und Abschlussfeier waren wirklich hervorragend gemacht, der perfekte Schein der jeden Missstand in diesem Land überstrahlt. Besser gehts nicht, respekt! Wirklich beeindruckend fand ich allerdings die deutsche Dame, die den modernen Fünfkampf gewonnen hat, bestehend aus Pistolenschießen, Degenfechten, Schwimmen, Springreiten und Laufen. Sie hat in allen fünf   total unterschiedlichen Disziplinen den ersten Platz belegt. Also egal ob mit oder ohne Dröhnung, das war heftig; Glückwunsch! Allerdings habe ich noch so einige offenen Fragen, auf die ihr vielleicht Antworten habt:
  • Was hat Dressurreiten mit Sport zu tun?
  • Warum darf ein Land, dass die Menschenrechte mit Füßen tritt, diese Veranstaltung austragen?
  • Warum finden Siegerehrungen nur 2 Meter von der Stelle entfernt statt, in der der durchschnittliche Hammerwerfer sein Sportgerät im Boden versenkt?
  • Wieso dürfen chinesische Turnerinnen teilnehmen, bei denen sogar ein Blinder sehen kann, dass die gerade erst 12 geworden sind?
  • Warum dürfen Sportler für ein Land antreten, in denen der Durchschnittsbürger nicht mal deren Namen korrekt aussprechen kann?
Fragen über Fragen, auf die ich wohl so schnell keine Antworten bekommen werde, oder doch? 😉 In diesem Sinne, Sport frei...

Öffentlich rechtliche Berichterstattung „at its best“…

... zeigte uns heute Abend mal wieder die ARD. Es gab einen Flugzeugabsturz in Madrid, ca. 150 Tote und Verletzte. Schlimme Sache, dass wird natürlich in den Nachrichten erwähnt, vollkommen richtig. Aber der Brennpunkt im Anschluss war ja wohl die Härte. In 15 Minuten Brennpunkt nach der Tagesschau zu diesem Thema ließ man sich dann auf ein Niveau herab, dass man sonst nur vom Privatfernsehen kennt. Die haben tatsächlich Leute zum Frankfurter Flughafen geschickt, welche dann den Fluggästen mitteilten was da in Madrid passiert sei und wie diese sich denn beim Anblick dieser Bilder so fühlten. Tja, wie fühlt sich wohl so ein Familienvater, der gerade seine Frau in ein Flugzeug gesetzt hat beim Empfang dieser Nachricht? Was soll die blöde Panikmache und diese total sinnlose Frage? Haben die nichts besseres zu tun als Leuten Angst zu machen? Und was hat das überhaupt mit Berichterstattung zu diesem Unfall zu tun? Desweiteren gabs dann tiefschürfende Fragen an den Korrespondenten vorort, was es denn so neues gäbe. Wohlgemerkt 5 Minuten nach der Tagesschau, in der schon alles auf den Punkt gebracht wurde. Da wurde gleich nach Schuldigen gefragt und ob denn bekannt sei ob den 4 Deutschen an Board auch was passiert sei. Was spielt das für eine Rolle? Sind die anderen Leute weniger wert die da drin saßen, als die 4 Deutschen? Also ich glaub langsam es hackt. Hauptsache es sind verkohlte Leichen zu sehen, viel Tatü-Tata und Schuldzuweisungen, das kommt immer gut an beim Durchschnitts-Pavian. In diesem Sinne, welcome to the U.S.A...

Jeder kann ein Held sein…

..., zumindest mit der Plastegitarre 😉 Am Freitag Abend waren wir bei Freunden zu Gast und dort kam ich das erste mal mit "Guitar Hero" auf der Wii in Kontakt. Tja, was soll ich nun anderes sagen ausser "war das geil"! Ich hab absolut keine Ahnung vom Gitarre spielen oder anderen Musikinstrumenten und wahrscheinlich kommt die Plasteklampfe noch nicht mal in die Nähe einer echten Gitarrenerfahrung, aber es macht einfach riesen Spass. Man hat eine ganze Menge bekannter Lieder zur Auswahl die man nachspielen kann. Die bewegen sich von den 50ern bis heute. Anfangs empfand ich die Bedienung etwas ungewöhnlich, aber man gewöhnt sich dann doch relativ schnell dran und so nach 3 bis 5 Liedern hat man schon ein bischen Gefühl dafür bekommen wann man den Ton trifft und wann nicht. Da vergeht die Zeit wie nix und man kann nach einer Weile fast nicht mehr aufhören zu "rocken". Allerdings neigte ich auch nach einer Weile dazu etwas zu verkrampfen, was es dann wiederum schwieriger machte alles zu treffen. Was mir ein bischen zu denken gegeben hat ist die Tatsache das man echt die Augen-Klatsche bekommt, wenn man nach dem "klampfen" auf einen stillen Gegenstand schaut. Plötzlich bewegte sich alles um mich herum und ich dachte ich bin angetrunken. Wenn man dann tatsächlich noch ein paar Bierchen dazu zischt, was zugegeben reizvoll ist bei dieser Art der Freizeitbeschäftigung, kann man danach wahrscheinlich für nichts mehr garantieren 😉 Das ständig laufende Bild ist jedenfalls nach einer Weile ganz schön anstrengend. Ist das eigentlich für Epileptiker zugelassen? Wie auch immer, ich bleib dabei das ich keine Wii haben will, auch wenn "Guitar Hero" den Anschaffungswiederstand etwas gesenkt hat *g* In diesem Sinne, "lets rock"

Zum Thema Bewerbung…

... lese ich derzeit einiges im Netz, da ich meine Frau dabei unterstütze. Wenn man das alles so liest was einem da an Tipps gegeben wird, fragt man sich manchmal schon, was das mit der Realität zu tun hat. Was da so alles erwartet wird, ist teilweise lächerlich. Da wäre zum einen der Punkt das man herausfinden sollte, an wen genau die Bewerbung geht, damit man die entsprechende Person direkt ansprechen kann, also z.B. "Sehr geehrte Frau Müller". Warum sollte man das machen? Was weiß ich, wie viele Personen in der Firma sitzen und Bewerbungen bearbeiten? Vielleicht ist die entsprechende Person auch gerade im Urlaub oder hat den Namen geändert. Was spielt das für eine Rolle? Mein Hauptärgernis ist der Punkt,  wieso man sich gerade bei genau diesem Unternehmen bewirbt. Mal ehrlich, das ist doch nur blödes Geschleime. Die wahren Gründe schreibt doch kein Mensch dahin. Die meisten bewerben sich aus dem einfachen Grund, weil die angebotene Stelle den eigenen Fähigkeiten (wahrscheinlich) entspricht oder weil sie nicht allzu weit weg ist von zu Hause. Aber was die Firma genau macht, ist doch den meisten heutzutage total egal. Rein technisch gesehen, ist es mir vollkommen egal, für welche Firma ich Software schreibe. Ob das nun Finanz -, Handwerker- oder Versicherungs-Software ist spielt doch keine Rolle. Es dürfte auch den meisten egal sein, ob sie Spielzeugautos, Unterwäsche oder Mobiltelefone verpacken. Hauptsache die Arbeit entspricht den eigenen Fähigkeiten, die Atmosphäre unter den Kollegen stimmt und das Gehalt ist angemessen. Soll man da wirklich hinschreiben, das man es total super fände und es der persönliche Lebenstraum sei bei genau dieser Firma XY ab morgen Tennisbälle zu verpacken? Das ist doch kompletter Unsinn und sowieso total unglaubwürdig. Warum sollte man sich die Mühe machen und über jedes Bewerbungsziel umfangreiche Recherchen anstellen? Ich werde doch nicht da anrufen und die Leute mit Fragen nerven, die sowieso keine Lust und Zeit dazu haben diese zu beantworten. Wenn eine Stelle zu besetzen ist, dann sollten die Fakten zählen, die der Bewerber auf den Tisch legt. Das sind die Fähigkeiten und die Berufserfahrung. Alles andere was in so einem Anschreiben steht über persönliche Motivation oder Sozialkompetenzen ist nur hohles Geschwafel und ohne wert. Ob jemand wirklich in eine Firma passt und seine Arbeit dort gut macht, kann man sowieso nicht aus dem Anschreiben rauslesen, zumindest nicht wenn derjenige gut schreiben kann. Dazu bedarf es schon eines persönlichen Gespräches oder einem Praktikum um das beurteilen zu können. Nun gut, soviel dazu. Das musste mal raus, das regt mich total auf...